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MURDOCK

Das Projekt "Monitoring und Voraussage der Knochenheilung durch Biomarker und KI-Analyse - MURDOCK" zielt darauf ab, innovative Methoden zur Überwachung und Vorhersage der Heilung von Knochenbrüchen zu entwickeln. Jährlich gibt es in Deutschland hunderttausende Krankenhausaufenthalte aufgrund von Knochenbrüchen, wobei die Heilung von vielen komplexen Faktoren beeinflusst wird. Ein häufiges Problem dieser Verletzungen ist die Pseudoarthrose, die chronische Nicht-Heilung von Brüchen, welche die Lebensqualität der Patienten stark einschränkt, und weitere hohe Kosten verursacht. 

Aktuelle Diagnosemethoden wie Röntgenaufnahmen bieten nur qualitative und subjektive Beurteilungen, direkte therapeutische Schlüsse sind deshalb oft nur eingeschränkt bzw. verzögert möglich. Verbesserte Diagnostik durch strukturierte Röntgenauswertungen, Laborwerte und patientenspezifische Parameter haben jedoch gezeigt, dass präzisere Vorhersagen möglich sind. Das Projekt strebt die Nutzung fortschrittlicher biochemischer Analysen und künstlicher Intelligenz (KI) an, um die Heilung besser vorherzusagen. Dabei werden Methoden aus der digitalen Ozeanographie, die zur Klassifikation des Meeresbodens verwendet werden, auf die Analyse digitaler Röntgenaufnahmen übertragen, um Daten wie Knochendicke, Dichte und Frakturen zu bewerten.

Das Ziel ist die Entwicklung von KI-gestützten Methoden und Analysewerkzeugen für die systemmedizinische Forschung zur Knochenheilung. Durch die Integration klinischer Daten und meeresbiologischer Analysemethoden soll das Verständnis der Knochenheilung verbessert, Störungen früher erkannt und effizientere Behandlungen ermöglicht werden. Der systemmedizinische Ansatz umfasst patientenspezifische Faktoren, radiologische Daten und Labor-werte, einschließlich Calcium-Isotopen-Messungen im Urin und Blut.

Im Verbundprojekt MURDOCK sind neben Hugo Rost als weitere Projektpartner

Stryker Trauma GmbH, das UKSH und Fraunhofer IMTE beteiligt